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Eine der schönsten Städte in der Lombardei ist das an Kunst und Kultur reiche Mantua.
Sie befindet sich in der Poebene am Ufer des Fluss Mincio genau, wo der Flussverlauf eine Krümmung aufweist, die die Stadt regelrecht “umarmt” und somit den Oberen See (Lago Superiore), den Mittleren See (Lago di Mezzo) und den Unteren See (Lago Inferiore) bildet. Die ersten Spuren der Stadt gehen auf etruskische Ansiedlungen zurück, danach geriet die Stadt unter die Herrschaft der keltisch-gallischen Cenomanen und schließlich ging sie zum Römischen Reich über. Sie wurde von Kanossa um das Jahr 1000 erobert und wurde später zu einer Freien Gemeinde um sich dann dem Lombardischen Bund im 12. und 13. Jahrhundert anzuschließen. Mit Luigi Gonzaga, Herzog von Mantua, begann ab 1328 eine Blütezeit für die Stadt, sowohl im Bereich der Kunst und Kultur, als auch in der Wirtschaft. Der Name der Gonzaga bleibt für immer mit dem Schicksal der Stadt und deren Herrschaft bis 1360 eng verbunden, als Mantua unter den Österreichern kapitulierte. Die Stadt wurde dem habsburgischen Königreich Lombardo-Venetien angeschlossen und kämpfte lange Zeit für ihre nationale Unabhängigkeit, wie es die Geschichte des Risorgimentos erzählt, als sie auch das tragische Ereignis der “Märtyrer von Belfiore” zeichnete. Zu den ersten Sehenswürdigkeiten gehört der Herzogpalast (Palazzo Ducale) mit seinen 500 von Fresken geschmückten Sälen. Sie wurden von Künstlern wie Giulio Romano, Raffaello und Mantegna künstlerisch bemalt. Weitere Gebäude sind anhand von Gängen und Höfen mit dem Hauptgebäude verbunden, was den Palast wahrhaft wie eine Stadt aus Gebäuden wirken lässt, der sich auf 35.000 Quadratmetern erstreckt. Auf der Piazza delle Erbe befinden sich zwei weitere sehenswerte Gebäude, der Palazzo della Ragione und der Palazzo della Podestà (1227), einer der ältesten Gebäude der Stadt und mittelalterlichen Datums. Neben den 2 Gebäuden befindet sich der sehenswerte Torre dell´Orologio Turm. Westlich befindet sich der grandiöse Palazzo Te, der zu den schönsten Orten von Mantua zählt, denn von Grün umgeben galt er als Ort der Muße und Weltlichkeit für den Herzog Federico II. Gonzaga. Zu den sakralen Sehenswürdigkeiten zählt der Dom von Mantua (Kathedrale von St. Peter) der aus einem Kirchturm aus der Romanik, einem rechten gotischen Teil und einer neoklassizistischen Fassade besteht. Die Basilika von St. Andrea in Mantua wurde von Leon Battista Alberti entworfen und birgt Arbeiten von Mantegna, Correggio und Giulio Romano.

24 September 2018

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